Soziale Dynamiken in Küsten- und Meeresgebieten

Umweltgerechtigkeit

Das sich verschlechternde Klima und die vielfältigen Umweltkrisen betreffen verschiedene demografische Gruppen auf unterschiedliche Weise, was beispielswiese zu Gesundheitsschäden und Einkommensausfall für Milliarden von Menschen führen kann. Auch sind vielerorts einkommensschwache Mieter*innen, die in der Nähe von verkehrsreichen Straßen leben, deutlich höheren Emissionen ausgesetzt als der Rest der lokalen Bevölkerung. Weltweit gehen Menschen auf die Straße um für wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel und für Generationen- und Klimagerechtigkeit einzutreten. Anderseits protestieren in Frankreich zehntausende Menschen gegen die Einführung einer CO2 Abgabe. Und ein peruanischer Kleinbauer klagt vor dem Oberlandesgericht Hamm gegen den Energiekonzern RWE, weil er seine Existenz von dem in Deutschland ausgestoßenen CO2 gefährdet sieht. Diese Beispiele zeigen: Die Umwelt- und Klimakrise ist in unserem Alltag angekommen und wirft neue Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen auf, die nicht einfach zu beantworten und nur unter Beteiligung der Gesellschaft zu lösen sind. Dies liegt daran, dass ein möglicher der Weg zu wünschenswerteren Zukunftsperspektiven für die Vielen (nicht die Wenigen) die Lebensweisen aller Menschen und die vorherrschenden Entwicklungsmodelle in Frage stellt.

Plane Island

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte des EnJust Netzwerks für Umweltgerechtigkeit

Das EnJust-Netzwerk wurde 2018 am Geographischen Institut an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel initiiert. Zu den meist wissenschaftlichen Gründungsmitgliedern zählen neben Geograph*innen auch Rechtswissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Politikwissenschaftler*innen. Als ersten Schritt organisierte diese Gruppe eine internationale Konferenz zum Thema Umweltgerechtigkeit, die im Juni 2019 Praktiker*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen nach Kiel führte. Diese Konferenz, auf der auch die Webseite offiziell online ging, schaffte einen ersten analogen Kommunikationsraum. Künftig wünschen wir uns sowohl on- als auch offline einen regen Austausch.

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